Fairer Handel für Artenschutz

Am 3. November ging die COP16-Konferenz zum Schutz der Biodiversität in Cali in Kolumbien zu Ende. Woher Geld für den Artenschutz kommt und wie Kontrollen durchgeführt werden sollen, wurde nicht geklärt.

Immerhin gab es einen großen Erfolg für indigene Gemeinschaften.

Sie erhalten einen permanenten Ausschuss, mit dem sie stärker in Entscheidungen über den Naturschutz einbezogen werden. So hätten die Vertragspartner erkannt, dass all ihr Wissen, ihre Innovationen, ihre Technologien und ihre traditionellen Praktiken ständig benötigt würden, zitiert die taz am 4. November Camila Romero, Indigenenbeauftragte aus Chile.

Was Fairer Handel leisten kann

Fairtrade Deutschland sieht im fairen Handel einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Biodiversität, die neben der Klimakrise eine besondere Herausforderung für die Menschheit bedeutet.

Der Faire Handel orientiert sich an den Grenzen des Planeten. Er erkennt die Bedeutung von Kleinbäuer*innen für Ernährungssicherheit an. Diese tragen durch ihren Anbau zur Arterhaltung bei. Der faire Handel unterstützt die Landwirt*innen dabei, Agroforstsysteme weiter zu entwickeln, darin gehen Landwirtschaft und Forstwirtschaft zusammen. Agroforst bildet sozusagen ein landwirtschaftliches Ökosystem, das in die Umgebung integriert ist, also als Teil der Umwelt, nicht als ihr Gegenspieler.
In einem gesunden Ökosystem herrscht ein Gleichgewicht der Arten, das verträgt keine Eingriffe durch Pestizide. Es zu nutzen erfordert Kenntnisse.

Faire Preise für die Produzent*innen und faire Löhne für Arbeiter*innen machen verantwortungsvolles Handeln möglich, erhält die Arten und sichert unsere Ernährung.
Fairer Handel übernimmt Verantwortung und dient so allen.