Fair Handeln – Vielfalt erleben!
Das ist zum zweiten Mal das Motto der Fairen Woche – vom 11. – 25. September. In diesem Jahr steht die Perspektive junger Menschen im Fokus.
Am Beispiel von Honduras (Blog-Eintrag vom 5. Februar 2025) wird deutlich, wie wichtig das Engagement ist, jungen Menschen Lebensperspektiven zu bieten. Viele wandern ab, weil die Chancen fehlen, wirklich Einfluss auf das eigene Leben zu nehmen. Wie viele von ihnen können ihr Glück finden, in einer derzeit migrationsfeindlichen Welt? Und zu Hause fehlen sie überall. Die Kaffeebohnenernte – die größte Einnahmequelle im Land – geht aus zwei Gründen zurück: wegen der Klimakrise und weil helfende Hände fehlen. Armut und Überalterung – der Kaffeesträucher und der Menschen – werden zunehmend zum Problem.
Nötig ist also ein Weg aus dem Dilemma. Der zeigt sich an Kooperativen, die gerade junge Menschen fördern und unterstützen. Dazu gibt es Schulungen, Beratungen im agroforstwirtschaftlichen Anbau, Hilfe, um überhaupt Land zu erhalten, und das erste Bienenvolk für die Imkerei oder Setzlinge für die Plantagen.
Und hier kommt der Faire Handel ins Spiel, der ohne Zwischenhandel Preise vereinbart, die Spielraum für Investitionen lassen. Das gemeinsame Ziel ist ein Handel, der auch in Zukunft bestehen kann.
Vielfalt ist vielfältig
Es geht also um die biologische Vielfalt, die Vielfalt der Menschen, ihrer Geschichten, Kulturen und Herausforderungen. Und es geht um die Vielfalt des Engagements, von Produzent*innen, Händler*innen und Konsument*innen.
Das Motto der 25. Fairen Woche geht ins zweite Jahr. In diesem Jahr steht die Perspektive junger Menschen im Zentrum, ob in einer Fair Trade Organisation, einem Fair Handels Unternehmen oder als Produzent*innen.
In Honduras beispielsweise erzählen junge Menschen, die von den Programmen profitieren, über Alternativen zum Auswandern.
Vielfalt für eine stabile und sichere Lebensgrundlage – egal, wo auf dieser Welt
Die gute Nachricht ist: Wir können diese Welt gestalten, durch unsere Lebensweise, und durch unser Konsumverhalten. Wir können es auch weiter erzählen und wir können uns dafür engagieren, dass Regeln für einen fairen Handel für alle geschaffen werden, in dem nicht ausgebeutet und zerstört wird. In dem sich nicht einzelne Akteure auf Kosten der meisten Menschen bereichern können. Durch den die Lebensbedingungen der Ärmsten so verbessert werden, dass jeder Mensch in Würde leben kann.
Jugendprogramme der Fairhandelsorganisationen: Advocacy und Fair Activists
Übrigens bieten das Forum Fairer Handel und Fairtrade Deutschland Jugendprogramme für das Engagement im Fairen Handel an. Da gibt es viele Ideen für ein Engagement, die über den Verkauf im Weltladen hinausgehen.
